Trauer um
Hermann Meingast

 Ein Verlust, der uns erschüttert – wir trauern um Hermann

Plötzlich und völlig unerwartet ist Hermann Meingast Mittwochnacht verstorben. Sein Herz hat aufgehört zu schlagen – in unseren Herzen lebt sein Anliegen weiter.

Ende Februar 2022 nahm er Kontakt mit mir auf. Wenige Tage später, am 4. März, bin ich nach Moldau gefahren – ohne zu wissen, worauf ich mich einlasse. Ich war überzeugt, nur ein Wochenende zu bleiben.

Aus diesem Schritt wurde alles.

Durch Hermann haben wir bei Be an Angel unsere Aktivitäten zunächst auf Moldau und dann auf die Ukraine ausgeweitet. Ohne ihn wäre all das nie zustande gekommen: die Evakuierung von über 24.000 Menschen, Hilfslieferungen im Wert von über 65 Millionen Dollar in die Frontgebiete.

Hermann war einer der authentischsten, humorvollsten und empathischsten Menschen, die wir je kennenlernen durften. Mit einem Mini-Team von nur vier Personen in Moldau hat er Unfassbares geleistet – Tag und Nacht, ohne Pause, mit unerschütterlicher Entschlossenheit.

Menschen wie Hermann sind der Herzschlag der Menschlichkeit in dieser Welt.

Besonders Kinder lagen ihm am Herzen. Ihr Schutz, ihre Sicherheit, ihre Zukunft – dafür hat er gekämpft.

Wir werden das weiterführen, wozu er uns inspiriert hat.

In seinem Sinne bitten wir um Unterstützung für die beiden Kinderzentren in der Ukraine, die wir begleiten. Sie helfen, die traumatischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen zu lindern und ihnen wieder Perspektiven zu geben.

Unsere Gedanken sind bei seiner Frau, seiner Tochter, seiner Familie und seinen Freunden.

Andreas Tölke & die Be an Angel Teams Deutschland und Ukraine 

Hermann Meingast
(11.08.1975 - 08.04.2026)

„Wir waren die drei Musketiere, wir haben nicht geschlafen, haben gefroren und hatten Hunger. Wir haben keine Sekunde an uns gedacht und immer aneinander. Der Ösi, der Moldawier und der Piefke. Wir haben immer einen Grund gefunden, übereinander und miteinander zu lachen. Und haben keine Sekunde unser Ziel aus den Augen verloren: Menschen aus einem fürchterlichen, grausamen Krieg zu retten.

Uns war egal, wer die Menschen sind. Ob sie gut oder böse sind, ob sie ihre Angst und verzweifelte Wut an uns ausgelassen haben, ob sie still und hilflos waren, ob sie versucht haben gelassen zu wirken.

Jetzt sind es nur noch zwei Musketiere und wir wissen nicht wohin mit unserer Trauer. Zwei Jahre Seite an Seite, Schulter an Schulter, jetzt bist Du weg und wir sind zu zweit alleine. Deine Witwe und Deine Tochter lassen wir nicht alleine. Zwei Musketiere und völlig Fremde, die Deiner Familie in ihrer Not helfen.

Danke allen, die Hermanns Erbe leben.“

Andreas Tölke

Bitte spenden 🖤 für seine Familie auf Go Fund Me – Hermann: Plötzlicher Tod eines stillen Helden