EVAKUIERUNGEN AUS KRISENGEBIETEN

Wir evakuieren Zivilisten aus gefährlichen Regionen in der Ukraine und Afghanistan und bringen sie in Sicherheit.

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Evakuierungen

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Einsatzort: Ukraine

Die russische Invasion in die Ukraine im Februar 2022 markierte eine dramatische Eskalation eines achtjährigen Konflikts, der größtenteils auf den Osten des Landes beschränkt war. Dies löste eine massive humanitäre Krise aus. Millionen mussten die Ukraine verlassen und Schutz in Europa und den Vereinigten Staaten suchen. Bis Ende 2022 waren etwa 7,9 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen und hatten in Europa Schutz gesucht.

Am 4. März 2022 kam Andreas Tölke, Gründer von Be an Angel, mit einem Team von drei Menschen in Moldawien an und damit begann ein neues Kapitel für unseren Verein. Die Operationen starteten mit gecharterten Bussen, um Flüchtlinge aus dem Süden der Ukraine nach Moldawien zu evakuieren und anschließend nach Deutschland zu bringen. Bis August hatte er seinen Wohnsitz nach Moldawien verlegt und im Anschluss nach Odessa.

Aufgrund jahrelanger Beziehungen und Erfahrungen mit den entscheidenden Institutionen und Behörden war Be an Angel in der Lage, ukrainische Flüchtlinge nach Deutschland zu bringen und bei Ankunft in Zusammenarbeit mit den lokalen Landesbehörden registrieren zu lassen, Unterkunft zu gewährleisten und bei Notfällen zeitnah medizinische Versorgung sicher zu stellen. Der Wegfall des Königsteiner Schlüssel (eine Regelung für die Aufteilung des Länderanteils bei gemeinsamen Finanzierungen) stellte das Team vor große Herausforderungen: Die bundesweite, zentrale Steuerung des Bundesamtes für Migration (BamF) überließ die Meldung der Aufnahmekapazitäten den einzelnen Länderbehörden, worauf hin das Team von Be an Angel jede Aufnahmekapazität einzeln bei jedem Bundesland abfragen musste, um eine ordnungsgemäße Aufnahme zu gewährleisten.

In der Ukraine wurde in den folgenden Monaten ein Be an Angel- Netzwerk mit Hauptquartieren in Odessa aufgebaut, sowie in Chişinău in Moldawien.

Karte

Map of Activities in Ukraine

Unser Prozess

Es wurde ein System implementiert, um unter anderem mit der regionalen Verwaltung von Oblast Mykolajiw und Saporischschja zusammenzuarbeiten, Städte, die belagert und schwer bombardiert werden.

Im Zuge der Busevakuierungen ist das Be an Angel Team entlang der Frontlinie über Charkiw hinaus bis 40 Kilometer vor der Grenze zu Russischen Föderation gereist, um Menschen zu evakuieren. Das Team ist dabei mehrfach von Raketenangriffen überrascht worden und hat sich während des humanitären Einsatzes mehrfach in Lebensgefahr gebracht.

Die Busse wurden in Chișinău gechartert, in die Ukraine gefahren und haben dort Zivilisten evakuiert. Die Passagiere wurden in Moldawien in Notunterkünften untergebracht, bevor sie nach Deutschland abreisten.

In Deutschland koordinierte ein lokales Team Unterbringung und Unterkunft für die Menschen. Jeder Mensch mit Fluchterfahrung erhielt eine individuelle Betreuung, lebenswichtige medizinische Behandlungen sowie eine Zusicherung ein* Ansprechpartner* insbesondere während der ersten Tage nach der Ankunft. Viele Ukrainer*innen waren noch nie im Ausland gewesen und beherrschen keine Fremdsprache. In der Regel evakuieren wir ältere Menschen und Frauen mit Kindern, oft traumatisiert. Drei Teams in drei Ländern haben die Aktivitäten sieben Tage die Woche bis zu zwölf Stunden koordiniert. Die intensivste Gruppenevakuierung war mit rund 260 Personen, die aus dem Süden der Ukraine in der Hauptstadt Moldawiens zusammengeführt wurden und nach kurzer Erholungsphase mit vier Bussen in drei verschiedene deutsche Städte weiterreisten.

Unsere Leistung

Seit dem 4. März 2022 hat unser Team bestätigt vom Krisenstab der Regierung Moldawiens, 22.500 Zivilisten aus Frontregionen evakuiert und sie in die Europäische Union und die Vereinigten Staaten in Sicherheit gebracht.

Unsere selbst auferlegte verpflichtung Flüchtlingen angemessene Unterkünfte zur Verfügung zu
stellen, anstatt sie in großen Hallen und Zelten als Erstaufnahme unterzubringen, dokumentiert sich unter anderem darin, das keiner der von uns durchgeführten Bus-Evakuierungen Berlin als Ziel hatte und haben wird. Als in Berlin ansässige Hilfsorganisation wissen wir um die Belastung der Hauptstadt und sind in intensivem Austausch mit allen Behörden..

Für unseren Einsatz nicht nur menschenwürdigen Transport durchzuführen, sondern auch nach Ankunft die Menschen bestmöglich unterzubringen und zu begleiten, wurden wir unter anderem von der deutschen Regierung, dem Stadtrat von Odessa, dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen und dem Nationalen Kongress der Ukrainer in Moldawien geehrt und anerkannt. Be an Angel hat sich freiwillig verpflichtet, nach den Grundsätzen des UNHCR zu arbeiten.

Darüber hinaus kooperieren wir proaktiv mit den Krisenstäben in Deutschland und Moldawien, bei denen wir angemessene Transportbedingungen und Sicherheit der Evakuierten garantieren können. Unsere Teilnahme an regelmäßigen Aktionsbesprechungen ist ein Zeugnis unseres Engagements für die Sicherheit und das Wohlergehen der von Krisen in der Region Betroffenen.

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